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Sonntag, 21. April 2013

Zusammenstoß mit Elefant

Wildtiere, besonders die großen Landsäuger, verlieren immer mehr ihres normalen Lebensraumes. Auch wenn es letztlich die Tiere sind, die daran zugrunde gehen, kommt es doch immer wieder zu Situationen, in denen klar wird, wie wenig wir Menschen, ohne all unsere Technik, vielen der von uns verdrängten Tiere entgegenzusetzen haben. So kam es erneut im 

südafrikanischen Krüger-Nationalpark zu einem Zusammenstoß zwischen einem Elefant und zwei chinesischen Touristen. Diese waren in einem Auto auf einer, als befahrbar ausgewiesener Straße unterwegs, als der Wagen von dem Tier angegriffen wurde. Dabei wurde der Fahrer des Autos verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Warum es zu diesem unerwarteten Angriff kam, wurde bisher nicht bekannt. Die Park-Verwaltung warnt jedoch, dass Besucher des Parks sich nicht zu nah an Elefanten und andere Tiere heranwagen sollen.

Dienstag, 16. April 2013

Wien erwartet neuen Panda - Nachwuchs

Der Wiener Zoo hat gute Hoffnung auf den so seltenen Nachwuchs von Großen Pandabären. Wie der Tiergarten Schönbrunn mitteilte, haben sich die beiden Pandas Yang Yang und Long Hui schon mehrfach gepaart. "Die Paarungszeit bei den Pandas ist nur einmal im Jahr und ausgesprochen kurz. Die Weibchen sind nur zwei bis drei Tage empfängnisbereit.", erklärte die Zoodirektorin 

Dagmar Schratter. Die Pfleger hatten die typischen Anzeichen beginnender Paarungsbereitschaft; Appetitlosigkeit und Unruhe, rechtzeitig bemerkt und ihnen ausreichend Ruhe. Ob die Paarung erfolgreich war, wird sich im kommenden halben Jahr zeigen. Die Zoo-Mitarbeiter sind aber zuversichtlich, da das Panda-Pärchen schon zwei gemeinsame Jungen haben. Beide Jungtiere entstanden einer natürlichen Zeugung, was in Zoos sehr selten vorkommt. 

In freier Natur werden Weibchen der Großen Pandas maximal aller drei Jahre trächtig. Aufgrund ihres schrumpfenden Lebensraums gehört der Große Panda zu den am stärksten bedrohten Arten. Es leben derzeit nur noch 1600 von ihnen in freier Wildbahn und 300 weltweit in Zoos und Tierparks.

Sonntag, 24. März 2013

Kleine Hunde leben länger

Je größer ein Hund, umso schneller wird er sterben. Das fanden jetzt Forscher bei der Auswertung der Lebensdaten von 50.000 Hunden, 74 verschiedener Rassen heraus. Die Studie, die von der Universität Göttingen durchgeführt wurde ergab; große Hunderassen sterben im Durchschnitt zwischen dem fünften bis achten Lebensjahr.

Kleinere Rassen dagegen, die doch eigentlich viel weiter von ihren Vorfahren, den Wölfen entfernt sind, erreichen ein durchschnittliches Alter von zehn bis 14 Jahren. Die beteiligten Wissenschaftler vermuten, dass die geringere Lebensdauer eine Folge des schnellen Wachstums ist. Die Korrelation zwischen Größe und Lebensdauer konnte auch schon für andere Tierarten nachgewiesen werden und kommt für die Wissenschaftler nicht überraschend.

Für Hundehalter die kleinere Rassen bevorzugen ist dieser Nachweis aber eine gute Nachricht, wird ihnen doch nicht selten vorgeworfen, dass sie der Herauszüchtung unnatürlicher Merkmale Vorschub leisten. Die Studie zeigt, dass dies nicht nur zum Nachteil der Hunde sein muss.

Samstag, 16. März 2013

Deutschland verhindert Pestizidverbot

Das von der EU vorgeschlagene teilweise Pestizitverbot ist gescheitert. Verantwortlich dafür zeichnen, unter anderem, die Vertreter der Bundesregierung. Sie hat sich bei der Abstimmung enthalten, wodurch keine ausreichende Mehrheit für das Pestizidverbot erreicht wurde. Tonio Borg, der Gesundheitskommissar der EU, wollte die Nutzung von drei Neonicatinoide (Insektiziden) verbieten, die beim Anbau von Mais, Raps, Sonnenblumen und Baumwolle eingesetzt werden. Diese Pflanzen werden vorzugsweise von Bienen aufgesucht, die

durch Neonicatinoide sterben. Insgesamt hatten neun EU-Länder gegen und 13 für das Verbot gestimmt. Das war nicht ausreichend, um das geplante Verbot zu installieren. Der deutsche Imkerverband kritisierte die ablehnende Haltung der deutschen Landwirtschaftsminister und verwies darauf, dass in Deutschland ein „erheblicher Bedarf“ an Schutzmaßnahmen für Bienen bestünde. Er warf der Regierung vor, sich "vor den Karren der chemischen Industrie spannen zu lassen."

Sonntag, 3. März 2013

Artenschutzabkommen in Thailand

Heute beginnt in Bangkok die Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens; CITES. Dort beraten diesmal die Vertreter der 177 Vertragsstaaten vor allem über den Schutz von Elefanten, Nashörnern und Haien. Gemeinsam ist diesen Tierarten, dass sie noch immer stark von Wilderern bejagt werden. Elefanten werden wegen ihres Elfenbeins und Nashörner und Haie wegen angeblicher gesundheitlicher Wunderwirkungen getötet.

Auch Thailand, das Gastgeberland für das Treffen in diesem Jahr, steht deswegen seit langem im Focus der Tierschützer. Das CITES-Abkommen besteht seit 1975 und ist die wichtigste globale Handhabe für den Schutz von Tieren und Pflanzen. Schon 35.000 verschiedene Arten wurden seit 1975 unter Naturschutz gestellt. Alle drei Jahren kommen Vertreter der Mitgliedstaaten zusammen um die Ergebnisse der Schutzmaßnahmen zu prüfen und weitere zu planen.

Freitag, 8. Februar 2013

Tintenfische schneller als Olympiasprinter

Tintenfische, die wir Menschen eher als uns weit unterlegene Tierart ansehen, haben eine um ein Vielfaches schnellere Bewegungs- und Reaktions- geschwindigkeit, als die meisten der uns näher verwandten Säugetiere. 

Raketenschnell schießen sie im Wasser vorwärts und können dabei sogar in bis zu 30 Meter großen Bögen über das Wasser fliegen. Den nötigen Antrieb verschafft ihnen der „Sipho“, ein trichterförmiger Muskel, der Wasser in einen 30 bis 40 Zentimeter langen Hohlraum, die sogenannte Mantelhöhle, presst. Meeresbiologen der japanischen Universität Hokkaido haben ermittelt, dass Tintenfische damit eine Geschwindigkeit von 11,2 Metern pro Sekunde erreichen. Usain Bolt, der schnellste Sprinter der Welt, erreichte nur eine Spitzengeschwindigkeit von 10,31 Metern pro Sekunde.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Komodowaran

Foto: Free Software Foundation
Sie wirken täuschend langsam und träge. Das verleitet schnell dazu, viel näher an Komodowarane heran zu gehen, als gut ist. Dazu kommt, dass die durchaus starken und wehrhaften Tiere so recht schnell die Angst vor dem Menschen verlieren. Im Komodo-Nationalpark der Insel Rinca in Indonesien, drang jetzt eine der Echsen in einen Verkaufsschalter ein und bis den dort arbeitenden Ticket-Verkäufer ins Bein. 

Auch ein zur Hilfe kommende Ranger wurde beim Versuch den Waran zurück zu treiben, gebissen. Die Bisse selbst sind zwar nicht tödlich, doch der Speichel der Tiere enthält neben unzähligen Bakterien ein Gift, dass ihre Beutetiere lähmen soll. Komodowarane können bis zu drei Metern lang und 70 Kilo schwer werden. Im ausgewachsenen Zustand ernähren sie sich von anderen Echsen und Säugetieren, bis hin zu adulten Wildschweinen und Hirschen. Sie stehen auf der Roten Liste für vom Aussterben bedrohten Tierarten, was hauptsächlich auf das Schrumpfen ihres Lebensraumes zurückzuführen ist.

Dienstag, 5. Februar 2013

Seltene Fossilienfunde

Foto: Powerhauer
Ausgrabungen in Südafrika haben versteinerte Knochen einer bisher unbekannten Fuchsart zu Tage gebracht. Fossilien von Füchsen sind in Afrika sehr selten. Umso größer ist die Freude der Forscher über den Fund.

Die Untersuchung der Überreste ergab, dass die Tiere, eine Vorgängerart der heute lebenden Füchse, vor rund 2 Millionen Jahren in Südafrika lebten. Die Abstammung von Füchsen ist aufgrund der seltenen Fossilienfunde noch sehr wenig erforscht. Da Füchse und Hunde gemeinsame Vorfahren haben, liefern die Ergebnisse der Fossilienforschung auch Schlüsse über unsere liebsten Haustiere.

Dienstag, 22. Januar 2013

Erstmals in Tiefsee Riesenkalmar gefilmt

Es ist eine kleine Sensation. Meeresbiologen aus Japan ist es zum ersten Mal gelungen, einen Riesenkalmar in seinem natürlichen Lebensraum zu filmen. Die Aufnahmen eines acht Meter langen Kalmars entstanden in 600 bis 900 

Metern Tiefe. Das Tier "glänzte und war schön. Ich war so ergriffen, als ich ihn mit eigenen Augen sah", freute sich Tsunemi Kubodera, vom nationalen Wissenschaftsmuseum in Tokio bei einem Interview. Tsunemi Kubodera ist Experte für Riesenkalmare, deren wissenschaftlicher Name Architeuthis lautet. Für die Aufnahmen tauchte er insgesamt 400 Stunden, in einem, speziell für Tiefseeerkundungen konstruiertem U-Boot. Mit seinen acht Metern gehört das gefilmte Tier noch zu den kleineren Exemplaren seiner Art. 

So wurde 1887 ein 18,3 Metern langer Riesenkalmar, an den Strand von Wellington gespült. Riesenkalmare galten aufgrund ihrer Größe und Seltenheit in den vergangenen Jahrhunderten als Seeungeheuer, um die sich viele Geschichten ranken. So glaubte man beispielsweise, dass sie ganze Schiffe in die Tiefe ziehen könnten.

Samstag, 19. Januar 2013

Sambia will Löwen und Leoparden unter Naturschutz stellen

Auch die Regierung von Sambia verbietet jetzt die Jagd auf Leoparden und Löwen. Die Intention dafür ist allerdings nicht der Naturschutz, sondern die befürchteten Verluste für die Tourismusbranche. "Wir haben haben einfach nicht mehr genügend Raubkatzen, um sie für die Jagd freizugeben", erklärte die Tourismusministerin Sambias, Sylvia Masebo, in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. 

Aktuellen Schätzungen ist die Zahl der Großraubkatzen in Afrika stark rückläufig. Zwar sind auch die angebotenen Jagd-Safaris sehr lukrativ, langfristig wird durch das Töten der Tiere jedoch die gesamte Grundlage des Tourismus zerstört. Durch die Bejagung und vor allem die Zerstörung desLebensraums der Tiere, haben sich deren Populationen gefährlich verringert. In Sambia leben nur noch zwischen 2500 und 4500 Löwen in freier Wildbahn. Genauere Zahlen liegen dem Tourismusministerium nicht vor, da der Schutz von Löwen und Leoparden bisher als unnötig angesehen wurde.