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Samstag, 4. August 2012

Schafe sollen selbst vor Wölfen warnen

Es klingt verrückt, könnte aber funktionieren: Schweizer Schafe sollen zukünftig in der Lage sein, Schäfer per SMS im Voraus vor Wölfen zu warnen. Dafür müsste einigen Tieren einer Herde ein Chip eingepflanzt werden, der den Herzschlag der Tiere misst. Bei Gefahr erhöht dieser sich und es gibt eine automatische Nachricht per SMS an den Tierhalter.

Dies wurde jetzt erstmals erfolgreich im Feldversuch (im Wortsinne ;) getestet. Dabei wurde bei zwei Schafen der Herzschlag gemessen, während zwei Wolfshunde in die Nähe der Tiere kamen. Der Unterschied der Herzfrequenz war so deutlich, dass eine Verwechslung ausgeschlossen werden kann. Genutzt werden könnte das System von Schäfern mit kleineren Herden, die keine Hütehunde haben.

Im Herbst soll ein größer angelegter Test genauere Ergebnisse erbringen. Allerdings sind gibt es noch nicht viele Wölfe in der Schweiz und sie sind sehr scheu. 98 Prozent ihrer Ernährung besteht aus Wildtieren. Deshalb ist es fraglich, ob ein solches System aktuell wirklich nötig ist. Es zu testen schadet aber nichts.

Donnerstag, 2. August 2012

Forscher benennen Specht nach Nelson Mandela

Passend zum 94 Geburtstag von Nelson Mandela, wurde ein neu entdeckter prähistorischer Specht nach dem früheren südafrikanischen Präsidenten und berühmten Anti-Apartheid-Kämpfer benannt. Deutsche und französische Forscher entdeckten die Fosilien bei Ausgrabungen nördlich von Kapstadt. Der Specht mit dem lateinischen Namen "Australopicus nelsonmandelai" lebte vor über zweieinhalb Millionen Jahren im Süden Afrikas. Die Forscher möchten die Namensgebung als "eine Art wissenschaftliches Geschenk" für Mandela, der am 18. Juli 1918 geboren ist, verstanden wissen. Der "Mandela-Specht" ist der älteste Specht, der bisher in Afrika gefunden wurde.

Dienstag, 10. Juli 2012

Meeresforscher warnen vor Gefährdung der Riffe

Auf dem Korallenriff-Symposium in Australien wurde der neue Forschungsbericht über den Einfluss von Überfischung, Klimawandel und Umweltverschmutzung veröffentlicht. Demnach steigt die Gefahr der Zerstörung bekannter Korallenriffe extrem. Bereits 85 Prozent aller Riffe des sogenannten Korallendreiecks in Asien stehen kurz vor einem biologischen Kollaps.

Mittlerweile warnen rund 2600 Meeresforscher davor, die Gefahr auf die leichte Schulter zu nehmen, da mit den Riffen auch die Lebensgrundlage von Millionen Menschen verschwinden. "Wir haben ein Zeitfenster, um etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, doch es wird sich schnell schließen", mahnte der Vorsitzende des Symposiums Terry Hughes. Außerdem kritisierten die Biologen, dass in den vergangenen Jahren bereits unzählige Studien und Untersuchungen bewiesen haben, wie stark die Gefährdung der Riffe ist. Jetzt ist es Aufgabe von Politik und Gesellschaft, daraus die nötigen Konsequenzen zu ziehen.

Samstag, 7. Juli 2012

Weiterer Missbrauch von Antibiotika in Geflügelzucht

Trotz wiederholter Mahnungen und Versprechungen seitens der Tierzucht, hat eine aktuelle Untersuchung ergeben, dass in Geflügelmastanlagen in Nordrhein-Westfalen noch immer Antibiotika in großen Mengen eingesetzt wird. Nicht nur während notwendiger Behandlungen, auch vorbeugend wird hier noch immer Antibiotika gegeben, wie der Verbraucherminister von

Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel (Grüne) erklärte. Das Bundesverbraucherministerium kritisierte, dass Nordrhein-Westfalen offenbar nicht in der Lage ist, die inzwischen verabschiedeten strengeren Gesetze auch durchzusetzen. "Der Einsatz von Antibiotika hat ein Ausmaß erreicht, das völlig indiskutabel ist", bestätigt Minister Remmel. Erhärtet hat sich der Verdacht durch Tests in 42 Geflügel-Ställen, von denen 26 Antibiotika im Trinkwasser hatten, ohne das eine entsprechende tierärztliche Anordnung vorlag. Das Antibiotika lagert sich im Fleisch an und wird so über die Nahrung vom Verbraucher aufgenommen.

Zwar handelt es sich dabei nur um geringe Mengen, doch deren regelmäßige Einnahme fördert die Resistenz von Viren gegen Antibiotika. Das Landesumweltamt hat jetzt rechtliche Schritte gegen die betroffenen Geflügelmäster angekündigt. Außerdem soll das Bundeskabinett nach der Sommerpause über den Aufbau einer bundesweiten Datenbank beraten, in der alle tierärztlich verordneten Antibiotika dokumentiert werden sollen, um leichter und schneller Verstöße ahnden zu können.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Klage gegen Hundesteuer vor EU-Gericht

Der Anwalt und Hundehalter Elmar Vitt hat jetzt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage gegen die hier übliche Hundesteuer eingereicht. Als Begründung gibt er an, dass diese willkürlich erhoben wird und gegen das

 Diskriminierungsverbot verstößt. Die Hundesteuer wurde im 19. Jahrhundert erstmals als Luxussteuer erhoben und bis jetzt beibehalten.

Dahinter steht die Argumentation, dass ein Hund kein Nutztier ist und wer sich ein solches Tier zum Vergnügen hält, der könne auch eine Abgabe dafür entrichten. Während andere Haustiere, wie Katzen, Kleinsäuger oder Pferde nicht besteuert werden, muss für die Haltung eines Hundes, je nach Wohnort, bis zu 150 Euro pro Jahr gezahlt werden. Damit verstößt der Staat nicht nur gegen das Diskriminierungsverbot, sondern auch gegen Artikel 8 des GG, dass die Bürger gegen den staatlichen Eingriff in ihr Privatleben schützt. In Deutschland wurde die Klage in allen Instanzen abgewiesen. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass ein EU-Gericht diese Urteile kippt, zumal bereits mehrere EU-Staaten ihre Hundesteuer wieder abgeschafft haben.

Dienstag, 1. Mai 2012

Erderwärmung ließ Tiere schrumpfen

In einem Bericht des Fachmagazins "Science", weisen Wissenschaftler darauf hin, dass die Ergebnisse der Erderwärmung vor rund 56 Millionen Jahren auch relevant für unsere heutige Situation sind.

So schrumpften durch die Erwärmung beispielsweise die damals lebenden Ur-Pferde auf die Größe von Katzen. Bei der späteren Abkühlung wurde der Körperbau der Tiere wieder größer. "Das könnte uns Hinweise darauf geben, was

wir in den kommenden hundert oder zweihundert Jahren erwarten können", erklärt der Wissenschaftler Ross Secord, von der Universität Nebraska-Lincoln. Allerdings entwickelte sich die Erderwärmung vor 56 Millionen Jahren in einem Zeitrahmen von 10 bis 20 Tsd. Jahren, während wir innerhalb der nächsten 200 Jahre mit einem völlig veränderten Klima rechnen müssen. Wie sich diese Klimaänderung auf uns und alle anderen Tierarten auswirken wird, ist kaum abzuschätzen.

Sonntag, 11. März 2012

Wissenschaftlern gelingt erste Aufnahme von Schmallenberg-Virus

Wissenschaftlern des Friedrich-Löeffler-Instituts von Riems ist es erstmals gelungen, den Schmallenberg-Virus sichtbar zu machen und mit Hilfe elektronenmikroskopischer Aufnahmen Fotos davon herzustellen. Der Virus hat einen Durchmesser von circa 100 Nanomtern, wobei ein Nanometer der Millionste Teil eines Millimeters ist. Der Virus wird von Insekten auf Huftiere übertragen und führt während der Tragezeit der Tiere zu Missbildungen bei den Föten. Inzwischen wurde er in fast allen Bundesländern nachgewiesen. Betroffen sind vor allem Zuchtbetriebe für Rinder, Schafe und Ziegen. Auch in anderen europäischen Ländern, wie Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Großbritannien und Italien, wurde der Schmallenberg-Virus bereits gefunden.

Dienstag, 6. März 2012

Pinguin in Tokio auf Achse

Einem Humboldtpinguin gelang in Tokio, auf bisher noch ungeklärte Weise, ein Trip in die Freiheit - zum Vergnügen der Einwohner und Touristen der japanischen Hauptstadt. Der Pinguine war aus dem Sea Life Park entwischt und vergnügt sich seitdem in einer Flussmündung. Sein Fehlen viel erst auf, nachdem dem Tierpark ein Schnappschuss des Tieres geschickt worden war. Wie der Pinguin aus dem Gehege heraus gekommen ist, ist bisher noch nicht ganz klar. "Natürlich kann er nicht fliegen, aber manchmal entwickeln wild lebende Tiere explosive Kräfte, wenn sie jemand erschreckt", erklärte der zuständige Tierpfleger, Takashi Sugino. Da die Tiere im Wasser sehr schnell sind, wird es für die Mitarbeiter schwer werden, den Pinguin wieder einzufangen.

Montag, 5. März 2012

Sieben Millionen Jahre alte Elefantenabdrücke entdeckt.

In den Vereinigten Emiraten haben Paläontologen Fußabdrücke von Elefanten entdeckt, die schon sieben Millionen Jahre alt waren. Das sind die ältesten Abdrücke von Elefanten, die bisher jemals gefunden wurden. Aus den Abdrücken ließen sich Rückschlüsse auf die Verhaltensweisen der damaligen Tiere ziehen.

Die Abdrücke stammen von einer ganzen Herde, die aus mindestens 13 verschiedenen Elefanten bestand, darunter auch ein kleines Elefanten-Baby. Die Wissenschaftler vermuten, dass Elefanten-Gruppen auch schon damals nur aus weiblichen Tieren bestanden, da sie zwar die Spur eines männlichen Tieres entdeckten, diese aber abseits der Herde (bzw. deren Abdrücke) gefunden wurde.

Auch heute noch sondern sich die männlichen Tiere ab, oder werden ausgestoßen, wenn sie das Jugendalter erreicht haben. Nur zur Paarung werden Bullen vorübergehend akzeptiert.

Montag, 13. Februar 2012

Durch Klimaerwärmung schmilzt Lebensraum arktischer Tiere

Foto: Matthieu Godbout
Aufgrund der globalen Klimaerwärmung kommt es vor den Küsten Kanadas zu geringerer Eisbildung. Das verursacht bereits seit Jahren ein Massensterben unter Robbenbabys. Wie Zoologen berichten, sind bereits ganze Generationen junger Sattelrobben gestorben, weil ihr Lebensraum verschwunden ist.

Seit 1979 geht die Eisdecke im Aufzuchtsgebiet von Robben um circa 20 Prozent zurückgegangen, wie die seitdem möglichen Satellitenfotos beweisen. "Die Art von Sterblichkeit, die wir in Ostkanada sehen, ist dramatisch", erklärt David Johnston, Wissenschaftler im Meeresforschungsbereich der Duke-Universität.

"Ganze Jahrgänge können aus der Population in Jahren verschwinden, in denen des wenig Eis gibt. Im wesentlichen sterben alle Robbenbabys." Zwar gibt es immer wieder kältere Jahre, in denen sich die Robbenpopulationen erholen können, die Zahl der kalten Winter sinkt jedoch, so dass die derzeitige Entwicklung langfristig das Aussterben der Robben befürchten lässt.